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1992/4, Acryl/Leinwand, 180 x 150 cm |
| 1992/3, Acryl/Molino, 150 x 100 cm |
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| Phasen einer Bewegung, 1997, Acryl/Leinwand, 94 x 64 cm |
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| Florentina Pakosta ist eine streitbare Künstlerin, die ihre Themen zeitbezogen wählt und kompromisslos umsetzt. Kontinuierlich in ihrer Werkentwicklung ist ihre Auseinandersetzung mit Machtstrukturen und sozialen Phänomenen. 1978 organisierte sie als Vorstandsmitglied der Secession die Frauenkunst Ausstellung „Secessionistinnen“. In einem nur scheinbaren Widerspruch bewegt sich ihre Arbeit formal zwischen den Polen eines krassen Realismus, der an den Bereich der Karikatur grenzt in ihren von Franz Xaver Messerschmidt inspirierten grafisch genialen, zum Teil großformatigen Köpfen, und den abstrakten, konstruktivistischen, seriellen Folgen der trikoloren Bilder. Daneben ist sie auch schriftstellerisch tätig in einem realistischen Erzählstil, der in einem merkwürdigen Kontrast zu ihrer Malerei steht. Ihre kritische Auseinandersetzung mit der Gender Problematik spiegelten die Werkgruppen der Schnabelköpfe bis zur genormten Menschendarstellung der Zuschauer. Danach folgten in ihren Gegenstandslandschaften die „Abrechnung“ mit Konsumerismus und Warenwelt. (Keile 1988). In diesen „Stillleben“ akkumulierte sie industriell erzeugte Waren zu einer imaginären Müllhalde bis die Horizontlinie verschwand.(1988/2) Die Darstellung der gleichförmigen, unendlichen Masse von Konsumgütern, welche die gesamte Bildfläche bedeckten, führte in einer all-over Struktur zur Ausschaltung traditioneller Kompositionsmuster. Aus der sperrigen Anordnung kristallisierten sich neue, scheinbar gegenstandslose Strukturen, die als überdimensionale Balken das Gesichtsfeld allmählich beherrschten. (1989/1) Daraus entstand die virtuelle Welt der trikoloren Bilder, die bis heute andauert. (Aggressive Bewegung im Zusammenhang mit der Zahl 10, 2002) In diesen großformatigen Gemälden setzt sie konstruktivistische Stilelemente zum Ausdruck ihres spezifischen Kunstwollens ein. Auch die trikoloren Bilder sind zeitbezogen. Mit der zunehmenden Desillusionierung durch den Zusammenbruch der traditionellen politischen Ideologien veränderte sich 1989 die politische Landschaft Europas vollkommen. Die Künstlerin selbst spricht von einer inneren Leere und dem Gefühl, in der Kunst alles gesagt zu haben. Das Ende des totalitären Machtblocks in Osteuropa eröffnete neue, utopische Perspektiven. |
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