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Hans Staudacher

ZUM 90. GEBURTSTAG VON HANS STAUDACHER

Am 14. Jänner 1923 geb. in St. Urban, Kärnten; lebt und arbeitet in Wien. Nach dem Besuch der Staatsgewerbeschule in Villach bildete sich Staudacher autodidaktisch aus. 1950/51 übersiedelt er nach Wien. Damals entstanden flächig konstruktive Figurationen. Mitte der 50er Jahre und Anfang der 60er Jahre hielt sich Staudacher längere Zeit in Paris auf, wo er sich mit dem lyrischen Informel Hans Hartung und George Mathieu auseinandersetzte. Ab 1951 malte er tachistische Kunstharzbilder mit einem deutlichen Bezug zum Gegenständlichen. Er wird Mitglied der Secession. Durch die Integration von skripturalen Elementen im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit dem Lettrismus fand Staudacher zu seiner spezifischen, in Österreich singulären Malweise, welche auf einer poetischen Verbindung von Bild und Schrift beruht. Seit Beginn der 60er Jahre entwickelte Staudacher konsequent eine abstrakte Malerei, in der die spontane Geste das zentrale Thema ist. 1964 veranstaltete Staudacher eine Aufsehen erregende Aktion, eine „Bilderverbrennung“ vor der Wiener Secession als Protest gegen die Ignoranz des Publikums.

Hans Staudacher verwendet die Bildsprache des lyrischen Informel in einer poetisch dichten Überlagerungsstruktur von gestischen, skripturalen Elementen und transparenten Farbräumen. Die geometrisch konstruktive Form erfährt durch die dichte, dynamische Linienstruktur eine Umdeutung im Sinn einer Dekonstruktion der kompositorischen Elemente.

1983  Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst - Kategorie Malerei und Grafik
1989  Kulturpreis des Landes Kärnten
2004  Goldenes Ehrenzeichen für die Verdienste um das Land Wien

Ausstellungen (Auswahl)

1956   Teilnahme an der Biennale in Venedig, Einzelausstellung in der Wiener Secession
1965   Teilnahme an der Biennale in Tokio
1972   Österreichisches Kulturinstitut New York
1975   Teilnahme an der Biennale in Sao Paolo
1979   Neue Galerie der Stadt Linz
1982   Wiener Secession, Kärntner Kunstverein, Klagenfurt
1983   Wiener Secession
1989   Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz
1990  .Ursprung und Moderne, Neue Galerie der Stadt Linz
1991   Retrospektive in der Wiener Secession „30 Jahre Malerei als Lebensvollzug“
1993   Neue Galerie der Stadt Linz
1994   Museum für Moderne Kunst, Bozen
2001   Hans Staudacher – Prinzip Informel, Neue Galerie der Stadt Linz
2003   PERMANENT 04 – Sammlung Essl, Kunsthaus Klosterneuburg
2004   SUPPORT – Die Neue Galerie als Sammlung 1950 – heute, Landesmusuem Joanneum Graz
2005   Ars pingendi, Neue Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum
2006   1900-2000. Konfrontationen und Kontinuitäten, Essl Museum Klosterneuburg
2007   Passion for Art – 35 Jahre Sammlung Essl, Sammlung Essl Klosterneuburg
2008   Emanzipation und Konfrontation. Kunst aus Kärnten 1945 bis heute. Museum Moderner Kunst Klagenfurt
...........Hans Staudacher. Eine Retrospektive, Museum Moderner Kunst Kärnten
2009   Die fünfziger Jahre. Kunst und Kunstverständnis in Wien, Museum auf Abruf, MUSA Wien
2010   You never know what will happen next….die Sammlung 1900-2010, Lentos Kunstmuseum, Linz

© Hans Staudacher, Foto: Galerie Suppan Contemporary

 

 

 

 

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(*1923 - St. Urban am Ossiacher See / Kärnten)

FELIX AUSTRIA, 1988
Acryl/Leinwand
130 x 100 cm

Signiert „H. Staudacher“