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INDEX - AUSSTELLUNG
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JESSIKA WOOD * geb. 1974 in Karlsruhe

L.A. 90's
PAINTINGS & CERAMICS


12. - 24 JUNI 2017
DI - FR 11 - 18, SA 11 - 14 UHR
                                                                            


                         


   
       
                           

      



  


                  
 

Los Angeles – Stadt der Gegensätze, Helltown and Eden –. Ein flächendeckendes Stadtgebiet ohne eigentliches Zentrum, Schmelztiegel der Kulturen – mexikanisch, asiatisch, anglo- & afro-amerikanisch mit einer lebendigen, stetig wachsenden Galerien- und Kunstszene.

Jessika Wood, Tochter eines Künstlers und gleichzeitig Professor an der UCLA, mitten in dieser Stadt lebend, ist durch ihre rege Ausstellungstätigkeit mit der Szene bestens vernetzt, wie sich zuletzt im vergangenen März anläßlich der Gruppenschau We Choose Art - A Feminist Perspective gezeigt hat.
Die Bilder und Objekte aus den 90ern, die in der aktuellen Ausstellung zu sehen sind, sind autobiographisch geprägt und zeigen  Rückblicke ihres Lebens, konzentriert auf Momente in relativer Abgeschiedenheit innerhalb ihrer eigenen Welt, in einem idyllischen Holzhaus mitten im mexikanischen Stadtviertel. Sie selbst ist die Protagonistin ihrer Darstellungen, bei denen es ihr um die leidenschaftliche Suche nach der eigenen Identität geht, konkretisiert in Alltagserfahrungen, in Gegenständen ihrer persönlichen Umgebung, welche die individuelle Werteskala ihrer Bildwelt bestimmen. Dabei transformiert sie die Objekte ihrer häuslichen Umwelt in Bildgegenstände einer körperhaften Präsenz und eigenen Aussagekraft innerhalb dieser Sphäre von Privatheit, welche sie als Künstlerin umgibt.
Unbewältigte Kindheitserinnerungen, Träume, Wünsche und Ängste thematisiert sie indirekt in ihrer narrativen, zum Teil gewollt infantilen, oft humorvollen, individuell geprägten Bildsprache.

Vor allem in ihren Keramikgegenständen kommt es dabei zu einer sehr gelungenen Kombination von Schrift und Bild, welche in ihrer Erzählweise auf die in L. A. besonders starke Tradition der Comics und Undergroundmagazine reagiert. So wie die Kombination von Bild und Schrift eine aussagekräftige Einheit bildet, erscheint die Poesie ihrer Alltagssprache auf diesen Objekten der formalen Ausdrucksweise ebenbürtig. Aus ihrem persönlichen Blickwinkel als Frau berichtet sie über Momente, schlaglichtartige Einblicke, die an film stills erinnern, Erlebnisse mit Gleichaltrigen, Freundinnen und der Beziehung zwischen den Geschlechtern. Ihre Bilder erzählen von Spielarten der zwischenmenschlichen Beziehungen und der sinnlichen Körpererfahrung transponiert in eine individuelle Mythologie der Farbe.

 

Fotos: © GALERIE SUPPAN CONTEMPORARY, Text: © Galerie Suppan Contemporary
© Urheberrecht bei der Künstlerin