| FACES Mao Tongqiang |
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mao tongqiang wig no.13, 2004, 180 x 120cm |
mao tongqiang wig no.12, 2004, 180 x 120cm |
mao tongqiang wig no.11, 2004, 180 x 120cm |
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wig no.25, 2005, 180 x 120cm |
FACES In der „wigs“- Serie interpretiert Mao Tongqiang das Thema
Perücke als malerische Metapher für die Provokation illusorischer
Identitäten durch die Kosmetikindustrie. Das aktuelle Motiv wurde
1999 von Kutlug Ataman in seinem Video „Women who wear wigs“
in den internationalen Kunstdiskurs als transnationales Zeichen zur Problematik
der kulturellen Identität eingeführt. Themen der Verletzlichkeit,
Identitäts- und Sprachverlust klingen an in der ephemeren Brillanz
des künstlichen Haarmotivs aus Maos Serie. Die eigenartig androgynen
Köpfe erscheinen isoliert in einer surrealen, melancholischen Atmosphäre
wie seltene, exotische Blüten. Dabei entwickeln die dargestellten
Perücken ein subtiles Eigenleben durch die Künstlichkeit ihrer
schillernden Leuchtfarben und die exzessive malerische Gestik, welche
das Ebenmaß und die Ruhe in den glatten Gesichtern kontrastieren.
Der Darstellungsmodus erscheint ebenso künstlich und widersprüchlich
wie die Persönlichkeit der Perückenträgerinnen, indem Mao
Tongqiang die Problematik der künstlerischen Appropriation als genuines Thema der zeitgenössischen Kunst Chinas darstellt.
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